Sozialdetektive in Biel

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Sozialdetektive in Biel

Beitragvon Anatol Heib » 21.04.2008, 12:49

Der Kanton Bern startet ein Pilotprojekt mit Sozialhilfeinspektoren in vier Gemeinden. Der Einsatz der Inspektoren in Bern, Biel, Ittigen und Köniz soll zeigen, ob der Sozialhilfemissbrauch dadurch effizienter bekämpft werden kann.

Was meinen Sie?
Sind die Sozialdetektive der richtige Weg?
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Sozialhilfe

Beitragvon Robert » 21.04.2008, 15:38

Ja, schon richtig wenn:
- die Dedektive nicht aus demselben "Lager" stammen, welche die Sozialhilfe anordnen.
- dabei nicht die eindeutigen Fälle (z.B. körberliche Gebrechen, geistige Behinderungen, ......) schikaniert werden.
- der Lohn der Dedektive eine Erfolgsprämie beinhaltet.
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Unglaublich!

Beitragvon Rolf Bolliger » 08.07.2008, 09:56

Nach dem lesen des heutigen BT-Berichtes "Höchststrafe: 77 Franken", muss sich jede(r) voll arbeitende Bürger(in) in unserem Lande als vollkommener "Deppen" fühlen!

Eine 4-köpfige Familie, die voll von der Sozialhilfe lebt, bezieht laut BT-Bericht pro Monat 6100.- Fr (!). Selbstverständlich ist davon kein Rappen Steuern zu bezahlen! Dies ergibt somit einen monatlichen Angestellten- oder Arbeiterlohn von 7000.- Fr. Davon müsste aber jeder Lohnempfänger zwischen 12 -14'000.- Fr. Steuern bezahlen!

Das unglaublichste Detail im Budget-Beispiel der 4-köpfigen Musterfamilie ist der Kinderbetreuungsbeitrag von 300.- Fr. (!). Wenn beide Elternteile keiner Arbeit nachgehen und voll von der Sozialhilfe leben, wäre die alleinige Erziehung und Beaufsichtigung ihrer beiden Kinder wohl das Minimum an Selbsteinsatz und Selbstverantwortung!

Fazit dieser unglaublichen "Vergoldung" der gesetzlich möglichen Sozialhilfe: Bevor vermehrt Missbrauch-Detektive mit Feldstecher und Hausbesuchen agieren, müssten die gesetzlichen SkosRichtlinien gründlich überdacht werden. Es darf doch nicht sein, dass eine Sozialhilfe-Familie mehr einnimmt, als ein Automechaniker oder Schreiner, der täglich 8 oder mehr Stunden pflichtbewusst einen Voll-Job ausübt!
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Re: Unglaublich!

Beitragvon rasta » 08.07.2008, 10:41

Rolf Bolliger hat geschrieben:Nach dem lesen des heutigen BT-Berichtes "Höchststrafe: 77 Franken", muss sich jede(r) voll arbeitende Bürger(in) in unserem Lande als vollkommener "Deppen" fühlen!

Eine 4-köpfige Familie, die voll von der Sozialhilfe lebt, bezieht laut BT-Bericht pro Monat 6100.- Fr (!). Selbstverständlich ist davon kein Rappen Steuern zu bezahlen! Dies ergibt somit einen monatlichen Angestellten- oder Arbeiterlohn von 7000.- Fr. Davon müsste aber jeder Lohnempfänger zwischen 12 -14'000.- Fr. Steuern bezahlen!

Das unglaublichste Detail im Budget-Beispiel der 4-köpfigen Musterfamilie ist der Kinderbetreuungsbeitrag von 300.- Fr. (!). Wenn beide Elternteile keiner Arbeit nachgehen und voll von der Sozialhilfe leben, wäre die alleinige Erziehung und Beaufsichtigung ihrer beiden Kinder wohl das Minimum an Selbsteinsatz und Selbstverantwortung!

Fazit dieser unglaublichen "Vergoldung" der gesetzlich möglichen Sozialhilfe: Bevor vermehrt Missbrauch-Detektive mit Feldstecher und Hausbesuchen agieren, müssten die gesetzlichen SkosRichtlinien gründlich überdacht werden. Es darf doch nicht sein, dass eine Sozialhilfe-Familie mehr einnimmt, als ein Automechaniker oder Schreiner, der täglich 8 oder mehr Stunden pflichtbewusst einen Voll-Job ausübt!


Hey Herr Bolliger

Voll mit Ihrem Beitrag einverstanden!!!!

Doch wir sind schon viel zu tief im Sumpf angelangt, es braucht viel um wieder raus zu kommen!!!

Im Beispiel von vorher lautet das Motto der frechere ist der klügere und kommt noch besser davon als alle andere :shock: :evil:
Behandle alle Mitmenschen so wie auch du gerne behandelt werden möchtest!!!
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Beitragvon Boozer » 08.07.2008, 16:19

huhu!

soll ich euch mal sagen, was das tragischste an diesem artikel ist? diese sozialistischen heinis können nicht einmal eine einfachste milchbüchlein rechnung machen!! 7000 brutto lohn? das ich nicht lache, pah!!

hier meine kleine rechnung, sollte ich mich irren, dann bitte korrigieren (basis ca. 40-45 jähriger mann, verheiratet, 2 kinder, reformiert):

bruttolohn____________ 8'000.-
sozialabzüge 9.08%_____ -730.-
pk prämie (ca.)_________ -470.-

netto vor kinderzulage___6'800.-

kinderzulage____________ 320.-

nettolohn______________7'120.-

pro rata steuern_______ -1'000.-

netto, steuerfrei________6'120.-

ich finde das sowas von ätzend, echt! ich kann mich noch erinnern, dass vor ein paar jahren (so ca. 5-10 jahren) im BT ein artikel von einer "sozialamt-fachfrau" publiziert wurde, wo die gute doch tatsächlich behauptete, dass SH empfänger die ärmsten sind und ihren kindern nicht mal eine glace spendieren können, geschweige denn ins kino gehen! (soviel ich weiss, war das sogar auf der titelseite, zumindest an sehr prominenter stelle und eine ganze zeitungsseite lang...)

kleine aufgabe an die mods von diesem forum:

könntet ihr diesen artikel nicht einmal aus eurem zeitungsarchiv heraussuchen und hier publizieren? der hohn gegenüber dem ehrlichen arbeiter und steuerzahler wäre perfekt!

mir kommt bei solchen sachen die galle hoch, und dann wird noch geklagt wegen sozialdetektiven, integration in die arbeitswelt usw, usf.

super, nur noch 2.6% arbeitslose, dafür 10% der bielerbevölkerung die von der sozi lebt?

ich muss hier weg, sonst werde ich noch unflätig!

booz

ps: den 13. monatslohn lassen wir in meiner kalkulation mal aussen vor, schliesslich arbeitet der gute mann ja rund 1'800 stunden im jahr, 8.333% ferienzuschlag auch, welch trauerspiel...

/edit: pps: das schlimmste sind dann diese SH bezüger, die sich um arbeit "bemühen" (dafür gibts ja dann einen finanziellen zuschlag)...! die kommen in die firma (aber nur bei schönem wetter, frau wartet unten im bmw oder merz, klappern das ganze industriegebiet ab) und fragen:

hasch du stempel?

und wenn man keinen gibt, so wie ich das mache, dann wird man noch dumm angemacht:

wie isch name, tu ick melde!

sollen sie doch gongret krass melden, ich erzähle den sozialarbeitern dann schon, was ich von ihrem "klientel" halte, und das ganz unverblümt!!
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Unglaublich!

Beitragvon Lima01 » 08.07.2008, 17:38

Als wir in der Firma heute morgen den Bericht im BT lasen war es vorbei mit der Ruhe!Die Wut unter uns Büezern ist unglaublich,keiner von uns kommt auch nur annähernd an diesen Lohn!Einige Familienväter schuften für 4500.-Fr. im Graben bei jedem Wetter und dann liest man so einen Bericht.Diese Leute, die solche Richtlinien erarbeiten gefährden den sozialen Frieden in der Schweiz.
Dieser Sozialamt-Chef,Herr Hohn macht seinem Namen alle Ehre!
Heute Abend habe ich mit der Belegschaft einen Brief an den Personalverantwortlichen verfasst,wir wollen gerechte Löhne die wenigstens auf Sozialhilfe-Niveau liegen!
Eigentlich sollten alle,die diesen Lohn nicht erreichen (ich schätze ca.75% der Bieler,die noch so dumm sind und arbeiten) sofort aufs Sozialamt gehen.

P.S.Letztens war zu lesen dass viele Fürsorgeempfänger sozial isoliert seien,jetzt verstehe ich auch warum:Es muss ziemlich einsam sein immer allein in den V.I.P.-Lounges herumzuzhängen,ein normaler Mensch kann sich die nämlich nicht leisten!
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Beitragvon Robert » 08.07.2008, 17:58

Auf diesen Skandal bin ich erst aufmerksam geworden durch dieses Forum. Zu meiner Schande gestehe ich dies gerne ein ... aber im BT alles zu lesen, ist schon etwas mühsam. Die Redaktoren inkl. die Chefredaktorin überbieten sich in der Verunglimpfung der Kreise, die solche Machenschaften korrigieren möchten (SVP). Solcher Missbrauch gehört doch auf die Titelseite! Alle die dies nicht tun sind Kollaborateure dieser Sozialmissbrauchsgangster.
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Beitragvon Roland Lutz » 10.07.2008, 07:18

Beim Lesen dieses Artikels musste jedem ehrlichen und arbeitsamen Steuerzahler die Galle hochkommen. Welche wirren Köpfe erfinden derartige Richtlinien, bzw. welche Flaschen in Verwaltung und Politik akzeptieren diese auch noch. Man stelle das mal vor:
Die vierköpfige Familie erhält gemäss der Auflistung einen Betrag von Fr. 6'100 (Steuerfrei) und das ohne einen Finger krumm zu machen. Welcher Leser, der notabene im Tag 9 Stunden schwer arbeitet und ende Monat mit Fr. 4'000 – 5'000 brutto auskommen muss (die Steuern sind da noch nicht bezahlt) fühlt sich damit vom Staat, bzw. von seinen politischen Vertretern nicht betrogen?

Der absolute Hammer erfährt man aber beim genauen studieren des Budget-Beispiels – da erhält man eine "Integrationszulage von Fr. 250.00 für Anstrengungen zum beruflichen Einstieg! Eigentlich sollte dies selbstverständlich sein und müsste nicht noch honoriert werden, bzw. da müsste ein Minus stehen, für diejenigen die dies nicht machen. Weiteres Beispiel: Auswärtige Verpflegung Fr. 192.00? oder Kinderbetreuung Fr. 300.00. Ist es wirklich so, dass man, wenn man Sozialhilfe bezieht, monatlich mindestens 1-2 mal auswärts im Restaurant essen sollte, oder ist es so, dass ein Elternpaar, das den ganzen Tag zur Verfügung hat, sich die Betreuung der eigenen Kinder noch bezahlen lassen darf, oder vielleicht ist man halt überfordert und braucht zeitweise einen Baby-Sitter, wenn man den ganzen Tag die Kinder in der Nähe hat!

Wen wundert es, wenn immer mehr unechte Sozialfälle zur Kenntnis genommen werden müssen. Wieso auch arbeiten, wenn man durch Nichtstun noch mehr erhält. Die Frage drängt sich wieder einmal auf, sind unsere gutbezahlten Politiker in der Executive wirklich derart blöd oder unfähig, dass man erst einen stadträtlichen Sozialhilfe-Ausschuss braucht, um zu merken auf welche verwerflich Art und Weise der arbeitende Steuerzahler betrogen wird. Oder sind diese Personen so abgebrüht, dass sie ihren hohen Lohn kassieren, ohne sich auch nur im geringsten Gedanken über das Resultat zu machen. Wenn das wirklich so ist, dann stimmt an unserem System einiges nicht mehr. Eine derartige, hirnlose Verschwendung von Steuergeldern ist weltweit einmalig.

Sollte dieser Artikel wirklich kein 1. April-Scherz sein (was leider angenommen werden muss), dann ist jeder hart Arbeitende blöd, wenn er nicht seinen Job hinschmeisst und sich bei der Fürsorge meldet, oder er / sie ist einfach zu ehrlich!
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Ohne Worte

Beitragvon Lima01 » 11.07.2008, 11:22

Berner Sozialhilfebezüger fuhr zwei BMWs
Ein Berner Gericht hat den Iraner, der in Bern Sozialhilfe bezog, einen BMW fuhr und mit Drogen handelte, zu 40 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Der Prozess brachte Umstände ans Licht, welche die Bedeutung des Falls relativieren.

(sda) Der 38-jährige Iraner wurde vom Kreisgericht Bern-Laupen wegen qualifizierten Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz und wegen Geldwäscherei verurteilt. Sein Anwalt Philipp Kunz bestätigte entsprechende Angaben der Zeitung "Der Bund".

Der Mann wurde für schuldig befunden, zwischen Anfang 2004 und Juli 2007 in Bern über vier Kilogramm Heroin gehandelt zu haben. Er sitzt seine Strafe bereits ab.

Den Vorwurf der Widerhandlungen gegen das Sozialhilfegesetz liess das Gericht jedoch fallen. Der Mann habe sich nicht von der Sozialhilfe abmelden können mit der Begründung, seine Drogengeschäfte reichten für den Lebensunterhalt aus. Sonst hätte er sich selber damit belastet. Der Iraner soll 95 000 Franken erschlichen haben.

In Bern löste der Fall ein politisches Erdbeben aus, das bis heute andauert. Die ehemalige Leiterin des städtischen Sozialdiensts und der Leiter des Sozialamts forderten Lockerungen beim Datenschutz - so wie auch der Präsident des Verbands Schweizerischer Polizei-Beamter. Die Stadt Bern führte Sozialinspektoren ein und lässt derzeit Sozialhilfedossiers in einem aufwändigen Verfahren überprüfen.

Ich glaube jeder Kommentar zu dieser absolut wahnwitzigen Urteilsbegründung erübrigt sich!!
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Die Wähler(innen) sollen entscheiden!

Beitragvon Rolf Bolliger » 18.07.2008, 08:16

Die im heutigen BT veröffentlichte Umfrage, zeigt, dass die überdurchschnittlichen Sozialhilfefälle und die Missbräuche in der Seelandmetropole die meisten Teilnehmer als wichtigste Aufgabe für die im Herbst neu zu wählenden Politiker(innen) sind.

Die amtierenden, betroffenen Politiker(innen) und Beamte(innen) äussern sich in ihren gewohnten "Partei-Ideologien". Das "Links-rechts-Denken" muss endlich verschwinden und die Probleme sollten beim Namen genannt werden. Aus dem heutigen Bericht können wir Leser(innen) leider mit der gegenwärtigen "Mannschaft" (Gemeinderat und Sozialdienst-Chefin) keine Aenderung erhoffen. Die SP und die "Grünen" tragen weiterhin ihre "rosa- oder zündgüggelrote" Brille. Die bürgerlichen Parteien mit ihren klaren Forderungen, werden es in Biel weiterhin schwer haben.

Jetzt liegt es ganz in den Händen der Bieler Stimmbürger(innen), im Herbst an der Urne dafür zu sorgen, dass eine geleistete Arbeit in einem Job doch nicht weniger einbringt, als eine arbeitslose, von der Sozialhilfe lebende Familie bekommt!
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Beitragvon biennecity » 06.08.2008, 06:12

dass eine familie mehr geld vom fürsorgeamt bekommt, als eine "normale" familie im monat zur verfügung hat, ist ganz klar ein missstand, der behoben werden muss. anders sieht es dann wieder bei einzelpersonen aus, die alleine leben und abhängig von der fürsorge sind. da ist das budget weitaus kleiner, als bei einer familie und eines arbeitenden. und das wird natürlich nicht in den medien publiziert, da es eine uninteressante story ist.

wählt man im herbst das rechte lager, wird überall gekürzt. die unterscheiden nicht. soziale regulierung und missstände beheben: ja. weiterer sozialabbau: ganz klar nein. weil "rechts" kürzt dann auch taggelder auf dem arbeitslosenamt, wo der strick schon so sehr eng geknüpft ist! in der heutigen zeit, wo immer mehr familienväter und mütter (vorallem ältere mitmenschen nach fünfzig) einfach auf die strasse gestellt werden, weil sie angeblich zu alt sind, oder kleine unternehmen schliessen müssen, sind das nur zwei wichtige argumente im herbst nicht rechts zu wählen. punkt.

und solange das rechte lager weiterer sozialer raubbau betreiben will, muss man - was zumindest dieses thema hier betrifft - halt einfach fast links wählen. in der mitte gibts ja auch nichts gescheites! leider!

anmerk:

wieso haben stories über sozialmissbrauch (3% der sozialhilfebezüger) einen solchen aufschwug? um die büezer und arbeiter davon abzulenken, dass sich dieser staat von ihnen finanziert. auf ihren schultern. und so die reichen gleich mitfinanziert. von dem spricht man nämlich nirgends in den medien! ausser vielleicht über die hohen managerlöhne...dort hat sich bis jetzt aber auch nicht viel getan... aus den augen, aus dem sinn, könnte man meinen.

und dort muss endlich mal angesetzt werden! der arbeiter - auch mit familie -, muss in zukunft entlastet werden. löhne an der teuerung endlich angepasst werden. faire löhne ausgezahlt werden. die zahlen lassen, die das grosse geld in diesem land absahnen, 5 wagen fahren, eine villa haben und im steuerparadies hocken! dort liegt nämlich der grösste missstand in diesem land!
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Beitragvon Roland Lutz » 07.08.2008, 10:31

Man merkt es sofort, "biennecity" ist ein strammer Linker. Alle linken Sachthemen werden ohne zu überlegen angenommen und weitergeleitet, bzw. für die linke Politik Werbung gemacht. Entweder ist ein linker Politiker (eher blind, Biel hist ja im Wahljahr) oder ein Anhänger, der keine eigene Meinung mehr hat. Tatsache ist doch, Herr oder Frau "biennecity",dass gerade Beispiel Biel die linke Regierung, bzw. das linke Parlament ein absolutes Chaos verursacht hat - Beispiele: Fürsorgeausgaben im Rekordhoch, immer wieder Meldungen über Fürsorgemissbrauch (woher Sie diese Zahl 3% haben ist mir schleierhaft), Ausländeranteil in Rekordhöhe, Kriminalität die jedem Bürger Angst machen muss (oder wer getraut sich noch Nachts auf die Strasse?), Rekordausgaben zum Teil unnötige kulturelle Ausgaben, usw. usw. usw. Dies in jeder Stadt oder Gemeinde mit linker Politik - irgendwie komisch oder ???

Herr oder Frau "biennecity", das sind Tatsachen, die immer wieder an die Oeffentlichkeit gelangen, siehe z.B. BT von gestern und heute oder auch die täglichen Schlagzeilen.

Ob es die Rchten besser machen, im Gegensatz zu Ihnen weiss ich das nicht. Darum bitte auch nur Schlagzeilen, die belegt werden können und keine Zahlen und Werberumschläge ohne Grundlage.

Also bitte Wahlwerbung die haltbar ist und ev. nicht anonym- danke.
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Beitragvon Boozer » 07.08.2008, 15:51

huhu! ;)

all jene die es interessiert, können sich mal auf der seite der skos klug machen:

http://www.skos.ch/

interessant ist zb diese publikation:

http://www.skos.ch/store/pdf_d/publikat ... assung.pdf

gemäss dieser publikation sprechen die "kompetenten sozialfachfrauen und -männer", wie auch frau reusser im BT, vom "frei verfügbaren einkommen". auf seite 5 wird erläutert, was darunter zu verstehen ist:

bruttolohn, abzüglich steuern, wohnkosten (inkl. nebenkosten), krankenkasse, kinderbetreuung. wenn man sich nun die tabelle auf seite 9 anschaut, muss man sich fragen, auf welcher welt diese sozialfachkräfte überhaupt leben?? auf der erde sicher nicht, und bestimmt nicht in der schweiz. im artikel vom BT meine ja der einte, dass man ab einem einkommen 60'000 mehr im sack hat als mit SH. okay, okay...!

nehmen wir mal das beispiel bruttolohn 80'000.00, gemäss dieser fabulösen liste (die bestimmt millionen steuergelder verschlingt hat) soll eine familie mit 2 kindern noch 50'000.00 übrig haben, oder anders herum:

für 30'000.00 bezahlt die familie miete, KK, steuern, sozialabzüge, kinderbetreuung! haben diese leute echt einen flick weg?

wohnung inkl. NB: 1'800.00 x 12 = 21'600.00
sozialabzug vom bruttolohn ca. 10% = 8'000.00
krankenkasse gemäss skos 800 x 12 = 9'600.00
kantonale und bundessteuern ca. 12'000.00
arzt/zahnarzt (wird vom skos nie erwähnt) 2'000.00

gibt total fixkosten von rund 53'000.00

also ein frei verfügbares einkommen von rund 27'000.00, das wo im mittel bezahlt wird. von kinderbetreuung und integrationszuschlägen reden wir schon mal gar nicht. wie ich schon sagte, diese sozialfachkräfte sind gefährliche leute, die haben ja keine ahnung mit was für kranken zahlen die da operieren...

@biennecity: klar, als single kriegt man deutlich weniger, aber ein freies einkommen von rund 1'000.00 ist für "nichtstun" auch nicht schlecht, plus eventuelle integrationszuschläge wenn man sich bemüht.

wie oben schon erwähnt: von arzt-, spital- und zahnarztkosten wird nie gesprochen, diese werden den leuten aber voll bezahlt. ich zb hab eine franchise von 2'500.00 um die prämie erträglich zu machen, das könnte man als optionales einkommen auch noch einrechnen.

ach ja: gemäss skos können auch feriengelder beantragt werden, die aus stiftungen finanziert werden, man muss sich ja vom nichtstun erholen...

noch ein letztes: gemäss unserem stapi herr stöckli lässt sich biel die SH 55 millionen kosten, bei einem jährlichen budget von rund 330 mio sind das immerhin gute 16%, auch nicht wenig wie ich finde.

mir geht es nicht darum, bedürftige schlecht zu machen oder keine hilfe leisten zu wollen, aber meiner ansicht nach läuft die ganze geschichte aus dem ruder, wieso sonst leben in biel rund 10% der bevölkerung von (oder auch partiell) von der SH?

my 2 cents

booz
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Beitragvon biennecity » 08.08.2008, 08:05

ah, herr lutz. und sie sind dann wohl einer der bonzen, die 5 fette autos fahren, eine villa haben, mehere "kisten" auf der bank und auf den schultern der kleinen arbeiter ihre kohle verdienen? ist doch schön, dem anderen forumsbenützer irgendwas anzudichten, nicht?

@ boozer

Boozer hat geschrieben:zahnarztkosten wird nie gesprochen, diese werden den leuten aber voll bezahlt.

der zahnarzt muss dem FA einen kostenvoranschlag schicken, der bei einer fachkundigen person des FA abgesegnet werden muss. da wird nicht einfach bezahlt.

Boozer hat geschrieben:ach ja: gemäss skos können auch feriengelder beantragt werden, die aus stiftungen finanziert werden, man muss sich ja vom nichtstun erholen...


http://www.skos.ch/de/?page=faq/ hat geschrieben:# Bezahlt die Sozialhilfe Ferien?


Erwerbstätigen Personen, die langfristig und ergänzend zum Einkommen von der Sozialhilfe unterstützt werden, kann ein Erholungsaufenthalt gewährt werden. Für die Finanzierung werden keine Sozialhilfegelder eingesetzt, sondern Beiträge von vorgängig angefragten Fonds und Stiftungen.

Auch alleinerziehenden Personen, die langfristig von der Sozialhilfe unterstützt werden, kann in bescheidenem Mass ein Erholungsurlaub zuerkannt werden.


ach ja, mein vater hat mir damals vor 10 jahren auch immer vorwürfe gemacht, dass ich eine zeit lang arbeitslos war... man wird dann gerne und schnell das schwarze schaf der familie... bis mein vater nach 30 jahren bei der gleichen firma plötzlich auch auf der strasse stand. und länger als seine rahmenfrist, indem ihm geld zustand, keine arbeit mehr gefunden hat, da er angeblich zu alt für alle firmen war. nun hat er zum glück wieder arbeit und seine sichtweise über arbeitslose hat sich wegen der erfahrung "am eigenen leib" auch verändert... diese erfahrung fehlt wohl einigen hier im forum gänzlich (wünsche ich auch keinem), sonst würden sie sich wohl kaum anmassen, dem anderen was anzudichten.
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Eigentlich...

Beitragvon V3n0m » 08.08.2008, 12:03

...witzig wie viele endlich merken was für eine tolle Suppe sie sich da selbst eingebrockt haben und jetzt sind natürlich wie immer (wenn nichts anderes mehr bleibt) die Reichen schuld an allem bzw. "die Anderen". (oder biennecity ?)

Solche Aussagen sind bedenklich, speziell weil hier sicher noch diejenigen gemeint sind die durch harte Arbeit (und nicht Drogenverkauf+Fürsorge-Bezüger o.ä. krumme Touren) dazu kamen bzw. woher kämen wohl ohne Investoren/Risikoträger neue Arbeitsplätze, Forschung oder sozialer Wohlstand etc. ? Was ist wohl besser ? 10% arbeitende Reiche oder 10% schmarotzende rumhängende "Fürsorgler" ohne Lebensinhalt und Sinn ?
Ich bin auch kein Fan von (unverdientem) Reichtum, habe selbst nur 3 Autos, 1 Chalet/Eigentumswohnung und nur "leere Kisten" bei der UBS ;-) , sehe es aber lieber in der Wirtschaft als bei Sport-, Musik-, Filmstars o.ä. oder Spekulanten. Und erst recht nicht gerne in den Händen von Drogendealern o.ä. moralfreiem und nutzlosem Gesocks. (Ohne hier irgendwelche Herkunftsdiskussionen anreissen zu wollen...)

Auch ich war schon arbeitslos, na und ? Mein Beruf hat sich mit der Zeit sehr gewandelt um nicht zu sagen ist vom Aussterben bedroht, warum nicht frühzeitig ein zweites Standbein aufbauen ? Laufende Weiterbildung gehört einfach dazu, auch ohne das dauernd ein Lehrer oder eine Aufsicht einem im Nacken sitzen müssen oder es sonst 5 vor 12 ist.

Und von einer wirklich "sozialen Schweiz" haben wir uns schon vor Jahren verabschiedet hin zu einem moralfreien gewissenslosen Selbstbedienungsladen wo auch ohne Leistung oder Weitsicht ein gemütliches Leben ohne Sorgen möglich ist.

Anscheinend wurden viele bereits in der Erziehung für Fehlverhalten noch belohnt statt bestraft. Für mich müssten die ganzen Sozialwerke auf ein absolutes Überlebensminimum zusammen gestrichen werden, auch für Familien. Es kann nicht sein das ewig Alkoholabhängige unterdessen ihre Bierchen schon im Restaurant geniessen können, Leute überhaupt Geld zur Verfügung haben ohne etwas zu leisten.
Genauso ein Dorn im Auge sind gewisse Familien(fehl)planungen die jenseits jeglicher Vernunft (keine Ausbildung, kein sicheres Einkommen etc.) sind und oft nur auf Kosten der Gesellschaft überhaupt überlebensfähig sind, wer so eine Familie auf die Beine stellt gehört in meinen Augen nicht auch noch belohnt. Und die Argumente wie zuwenig Kinder in CH, AHV-Sicherung etc. sind sowas von ausgelutscht, speziell wenn viele dann doch wieder nur die Sozialwerke belasten und mit Sicherheit nicht mittragen helfen.
(Ohnehin witzig wie viele sich für speziell sozial halten aber z.B. alles dafür tun um möglichst keine Steuern zu zahlen, keinen Beschäftigungen nachgehen die der Gesellschaft (und nicht seinem eigenen Ego) zu Gute kommen etc.)

Viele ohne Job sind ganz einfach selbst Schuld, wer meint es reiche ein Minimum an Zeit in Bildung zu investieren (wenn möglich so das es die Freizeit nicht tangiert), dafür ein x-faches ins Partyleben und danach 40h die Woche an seinem Arbeitsplatz sitzt ohne Ambitionen, Einsatz und Wille für den sind die Aussichten nicht rosig um nicht zu sagen der Zug abgefahren. Mit einem Minimum an Aufwand kommt auch nur ein Minimum retour.

Das ausgerechnet das Geschreie noch aus der Multikulti-Ecke kommt erstaunt auch nicht weiter, was habt ihr den gedacht, wenn viele CH mit dem schnellen Fortschritt und den Anforderungen schon Mühe bekunden wie sollen da noch massenhaft Zuwanderer aus eher unterentwickelten Ländern woanders landen als beim RAV/SH oder höchstens in Billig-Jobs ?
(Vielleicht begreift ja eines Tages einer der Linken das nicht hinter jedem solchen Gedanken auch Rassismus oder schlechtes Gedankengut stecken muss, wer von Anfang an ein bisschen weiter gedacht hätte dem wären die Folgen schon früher bewusst geworden...Lose-Lose-Situation würd ich meinen.)

Umso mehr erstaunt es, dass Biel nicht gerade ein "Technologie-Park" oder sonst eine Region mit hohen Jobanforderungen ist und doch sind hier Rekordzahlen zu vermelden ?
Da hat es die Stadt auch ein wenig verpasst nebst Uhren/Maschinen (worauf man nicht dauernd zählen kann) auch andere Arbeitgeber anzuziehen, das Call-Centers nicht gerade ein Segen sind ist glaub kein Geheimnis, aber für viele anscheinend auch noch zu anspruchsvoll.

Aber gemäss unserem Stapi sind all diese Zahlen ja "längst bekannter kalter Kaffee", und das soll auch gleich die Rechtfertigung sein weshalb man jahrelang nichts unternommen hat ? Würde einer seinem Chef welcher ihn auf uralte Pendenzen hinweist so eine Antwort geben, er wäre seinen Job evtl. los.
Aber wenn ich nicht irre so bezahlt die 55 Mio. ja glaub der Kanton, deshalb hat die Stadt wohl auch nur wenig Interesse an der Situation was zu ändern...

In diesem Sinn, nur weiter so, ihr schafft das schon, selbstgemachte Probleme auch selbst zu lösen... :wink: :lol:
Zuletzt geändert von V3n0m am 09.08.2008, 07:23, insgesamt 1-mal geändert.
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